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Bestattungsfachkraft

Bestattungsfachkraft ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe
Interessensbereiche
Gesundheit, Kommunikation/Medien, Verkauf/Beratung
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Bestattungsfachkraft begleitest und unterstützt du Menschen, die einen Trauerfall erlitten haben. Du kümmerst dich um organisatorische Aspekte, stehst den Hinterbliebenen beratend zur Seite und trägst Sorge für die Verstorbenen.
  • Organisieren: Särge anpassen und ausstatten, terminliche Absprachen mit Kirche, Trauerhalle oder Krematorium, Blumenarrangements bestellen – durch deine Arbeit erleichterst du den Trauernden den Abschied.
  • Beraten: Mit Anteilnahme, Verständnis und Taktgefühl hilfst du den Angehörigen bei der Wahl der Bestattungsart und des Ortes unter Berücksichtigung der Wünsche der/des Verstorbenen. Bei Fragen zur Bestattungsvorsorge und Finanzierung bist du kompetente/-r und einfühlsame/-r Ansprechpartner/-in.
  • Begleiten: Empathisch und sensibel erkennst du die Trauer an, lässt dich von dieser aber nicht einnehmen. Mit deiner respektvollen und zurückhaltenden Art unterstützt du die Hinterbliebenen bei den anstehenden Entscheidungen und Aufgaben.
  • Versorgen: Du kümmerst dich um die fachgerechte Überführung der Verstorbenen zum Bestattungsinstitut und bist verantwortlich für die hygienische Versorgung, das Einkleiden und die Bettung im Sarg.
Deine Eigenschaften
  • Als Bestattungsfachkraft solltest du empathisch, verständnisvoll und geduldig sein und gut organisieren können. Des Weiteren solltest du die Fähigkeit besitzen, sensibel mit dem Thema Tod umzugehen.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Bestattungsfachkraft bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Durchführung von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen.
  • Bearbeiten von Bestattungsaufträgen.
  • Riten und Gebräuche.
  • Berufsbezogene Rechtsvorschriften, Normen und technische Unterlagen.
  • Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, Durchführen warenkundlicher Arbeiten.
  • Psychologische Maßnahmen.
  • Bestattungsvorsorge.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
  • Digitalisierte Arbeitswelt.
  • Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken.
  • Planen von Arbeitsabläufen, Ausführen von Geschäfts- und Verwaltungsvorgängen.
  • Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen.
  • Qualitätssichernde Maßnahmen und Kundenorientierung.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Mit der Ausbildung als Bestattungsfachkraft bist du zukünftig ein Anker und eine Anlaufstelle für Menschen in Trauer.
  • Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
  • Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Bestattungshandwerk die Leitung eines Betriebes übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.
  • Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.
  • Du siehst: Das Bestattungshandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Bestattungsfachkraft ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Gesundheit, Kommunikation/Medien und Verkauf/Beratung. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Organisieren, Beraten, Begleiten und Versorgen.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Durchführung von Trauerfeiern Beisetzungen und Bestattungen, Bearbeiten von Bestattungsaufträgen, Riten und Gebräuche und Berufsbezogene Rechtsvorschriften Normen und technische Unterlagen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Meisterbrief und Leitungsverantwortung, Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierung und Du siehst.

Beruf im Video

Ausbildung als Bestattungsfachkraft

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Es handelt sich um einen noch jungen Ausbildungsberuf, der erst seit 2003 besteht.
  • Im Allgemeinen wird der Beruf kurz als Bestatter/-in bezeichnet.
  • Bis in die 90er Jahre war die Erdbestattung die überwiegende Bestattungsform in Deutschland. Inzwischen hat sich dies verändert und das Verhältnis von Feuer- zu Erdbestattung liegt etwa bei 70 zu 30.
  • 1999 wurde in der Schweiz der erste Friedwald (Bestattungswald) genehmigt. Heute gibt es in Deutschland rund 70 Friedwälder.
  • Der Taj Mahal in Indien und die Pyramiden von Gizeh gehören zu den weltweit bekanntesten und eindrucksvollsten Grabstätten.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.