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Chirurgiemechaniker/-in

Chirurgiemechaniker/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3,5 Jahre im Bereich Elektro- und Metallgewerbe.

Dauer: 3,5 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Elektro- und Metallgewerbe
Interessensbereiche
Gesundheit, Metall
Dauer der Ausbildung
3,5 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Chirurgiemechaniker/-in fertigst du medizinische Instrumente für chirurgische Eingriffe oder für die Diagnostik an.
  • Skizzieren: Für medizinische Instrumente gibt es vorgegebene Formen, die aber individuell auf den/die Fachmediziner/-in abgestimmt werden. Nach den technischen Vorgaben und den speziellen Wünschen skizzierst du das Werkzeug oder Gerät und baust ein Modell – mit handwerklichem und technischem Know-how.
  • Fertigen: Nach deinem Modell stellst du das Instrument hand- und funktionsgerecht aus Edelmetallen, Stahl, Kautschuk und Kunststoffen mithilfe von Maschinen her. Das Montieren und Reparieren von elektrischen oder optischen Bauteilen an bestehenden chirurgischen Geräten gehört ebenfalls zu deinem fachlichen Repertoire.
  • Kreieren: Dank deiner anatomischen Kenntnisse und deiner technischen Expertise bringst du deine Ideen ein und entwickelst passgenaue Geräte für Fachärzt/-innen und Mediziner/-innen.
Deine Eigenschaften
  • Als Chirurgiemechanikerin oder Chirurgiemechaniker sollte dir filigranes, detailgenaues Arbeiten liegen. Ferner solltest du ein Interesse an medizinischer Forschung mitbringen und technisch affin sein.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Chirurgiemechanikerin oder Chirurgiemechaniker bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse.
  • Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen.
  • Prüfen, Messen, Lehren.
  • Fügen.
  • Manuelles Spanen und Umformen.
  • Maschinelles Bearbeiten.
  • Instandhalten.
  • Drehen und Fräsen.
  • Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen.
  • Löten, Schweißen, Kleben.
  • Wärmebehandeln, Härteprüfen.
  • Montieren von Bauteilen zu Baugruppen.
  • Aufbauen und Prüfen von Pneumatikschaltungen.
  • Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen von Hand und mit handgeführten Maschinen.
  • Bearbeiten von Formen und Flächen an Instrumenten, Geräten oder Implantaten.
  • Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen.
  • Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen auf Werkzeugmaschinen.
  • Bearbeiten von Werkstücken durch Freiformschleifen.
  • Montieren und Demontieren von Instrumenten, Geräten oder Implantaten.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Mit der Ausbildung als Chirurgiemechanikerin oder Chirurgiemechaniker gibst du künftig Mediziner/-innen das richtige Werkzeug an die Hand.
  • Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
  • Wenn es für dich fachlich höher hinausgehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Chirurgiemechaniker-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.
  • Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.
  • Du siehst: Das Chirurgiemechanikhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Chirurgiemechaniker/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Elektro- und Metallgewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Gesundheit und Metall. Die Regeldauer liegt bei 3,5 Jahre. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Skizzieren, Fertigen und Kreieren.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und, Lesen Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen, Prüfen Messen Lehren und Fügen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Wenn es für dich fachlich höher hinausgehen soll, Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierung und Du siehst.

Beruf im Video

Noch keine Video-Vorstellung importiert. Die Redaktion kann diese im CMS unter dem Beruf ergänzen.

Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Erste chirurgische Eingriffe wurden bereits in der Steinzeit vorgenommen.
  • Ehe die akademische Chirurgie eingeführt wurde, führten handwerklich ausgebildete Bader oder Wundärzte Operationen durch.
  • Die Berufsschule ist in Tuttlingen angesiedelt, die auch als Weltstadt der Medizintechnik gilt.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.