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Hörakustiker/-in

Hörakustiker/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe
Interessensbereiche
Elektronik, Gesundheit, Verkauf/Beratung
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Hörakustikerin oder Hörakustiker fertigst du Hörsysteme an, die mit hochsensibler Elektronik Hörschwächen ausgleichen.
  • Messen: Mit moderner Messtechnik ermittelst du das Hörvermögen deiner Kundinnen und Kunden und stellst den Grad der Hörminderung oder Hörschwäche fest.
  • Beraten: Im persönlichen Gespräch informierst und berätst du über die Vor- und Nachteile verschiedener Hörsysteme und die Vorgehensweise beim Erstellen der Ohrpassstücke.
  • Fertigen: Du fertigst die individuell abgestimmten Hörsysteme mit technischer Präzision, hochsensibler Elektronik und handwerklichem Geschick.
  • Anpassen: Form, Funktionalität sowie ein exakter Sitz sind entscheidend – deswegen erarbeitest du passgenaue Einzelstücke und nutzt für die Feineinstellungen computergestützte Programme.
Deine Eigenschaften
  • Als Hörakustiker/-in solltest du einfühlsam und handwerklich begabt sein. Sorgfältiges und präzises Arbeiten sind in diesem Job wichtige Voraussetzungen.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Hörakustikerin oder Hörakustiker bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Individuelle Hörprofile bestimmen und beurteilen.
  • Berufsspezifische, audiologische und otoskopische Befunde erheben und bewerten.
  • Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Versorgungsmöglichkeiten mit Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie Zubehör beraten und dabei individuelle Hörerwartung einbeziehen.
  • Dreidimensionale Abbilder des äußeren Ohrs erstellen.
  • Otoplastiken, individuellen Gehörschutz und Sonderotoplastiken herstellen.
  • Hörsysteme und Hörassistenzsysteme entsprechend dem individuellen Hörprofil anpassen.
  • Patientinnen und Patienten betreuen und Rehabilitationsmaßnahmen durchführen.
  • Service- und Instandhaltungsmaßnahmen an Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie Zubehör durchführen.
  • Geschäfts- und Abrechnungsprozesse des Hörakustikbetriebes organisieren und ausführen.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
  • Digitalisierte Arbeitswelt.
  • Betriebliche und technische Kommunikation sowie Patientendatenschutz.
  • Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen.
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • : 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Die Ausbildung als Hörakustikerin oder Hörakustiker ist dein Basis, um dir im Gesundheitswesen Gehör zu verschaffen und Menschen zu helfen. Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren. Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Hörakustiker-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur. Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen. Du siehst: Das Hörakustikerhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Hörakustiker/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Elektronik, Gesundheit und Verkauf/Beratung. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Messen, Beraten, Fertigen und Anpassen.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Individuelle Hörprofile bestimmen und beurteilen, Berufsspezifische audiologische und otoskopische Befunde erheben und bewerten, Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Versorgungsmöglichkeiten mit Hörsystemen und Dreidimensionale Abbilder des äußeren Ohrs erstellen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, 3 Jahre, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Die Ausbildung als Hörakustikerin oder Hörakustiker ist dein.

Beruf im Video

Meine Ausbildung zur Hörakustikerin - Teil 1

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Bis 2015 hieß der Beruf Hörgeräteakustiker/-in.
  • Frösche hören nur, was sie hören wollen, z.B. andere Frösche und Fressfeinde. Gegenüber unwichtigen Geräuschen sind sie taub.
  • Der Mensch kann etwa 400.000 Töne unterscheiden.
  • Rund 12 Prozent der Menschen leiden an Hörverlust.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.