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Orthopädietechnik-Mechaniker/-in

Orthopädietechnik-Mechaniker/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe
Interessensbereiche
Gesundheit, Metall, Verkauf/Beratung
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Orthopädietechnik-Mechanikerin oder Orthopädietechnik-Mechaniker stellst du unter Berücksichtigung der Patientenbedürfnisse und der ärztlichen Diagnose verschiedene orthopädische Hilfsmittel her und passt diese individuell an.
  • Entwickeln: In enger Zusammenarbeit mit Ärzt/-innen und Therapeut/-innen entwickelst du Entwürfe für Prothesen, Orthesen oder andere Hilfsmittel für den menschlichen Bewegungsapparat.
  • Herstellen: Mit handwerklichem Geschick und moderner Technologie stellst du anhand der Skizzen und individuellen Maße die unterstützenden Konstruktionen her – dabei setzt du Metall, Kunststoff (Thermoplaste, CFK/GFK, Silikone), Holz, Textilien oder andere Werkstoffe ein.
  • Anpassen: Du passt die orthopädischen Hilfsmittel an, justierst sie und hilfst dem/der Patient/-in bei der Handhabung und Bedienung – mit Taktgefühl und Know-how.
Deine Eigenschaften
  • Als Orthopädietechnik-Mechaniker/-in solltest du technisch versiert sein und sehr sorgfältig arbeiten. Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit sind in diesem Beruf wichtige Voraussetzungen.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Orthopädietechnik-Mechanikerin oder Orthopädietechnik-Mechaniker bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufsleben vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Betriebliche und technische Kommunikation, Patientendatenschutz.
  • Anwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften und Normen.
  • Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen.
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.
  • Anwenden von Techniken im Herstellungsprozess orthopädietechnischer Hilfsmittel.
  • Anfertigen und Anwenden technischer Unterlagen.
  • Handhaben und Pflegen von Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen.
  • Beurteilen, Messen, Prüfen und Einsetzen von Werkstoffen.
  • Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Materialien und Behandeln von Oberflächen.
  • Fügen von Bauteilen.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
  • Digitalisierte Arbeitswelt.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Mit der Ausbildung als Orthopädietechnik-Mechanikerin oder Orthopädietechnik-Mechaniker bringst du in Zukunft Menschen in Bewegung.
  • Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
  • Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Orthopädietechniker-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.
  • Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.
  • Du siehst: Das Orthopädietechnikerhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Orthopädietechnik-Mechaniker/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Gesundheits-, Körperpflege-, chemisches und Reinigungsgewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Gesundheit, Metall und Verkauf/Beratung. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Entwickeln, Herstellen und Anpassen.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Betriebliche und technische Kommunikation Patientendatenschutz, Anwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften und Normen, Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen und Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Meisterbrief und Leitungsverantwortung, Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierung und Du siehst.

Beruf im Video

Ausbildung als Orthopädietechnik-Mechaniker/-in

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Orthopädietechnik-Mechaniker / Orthopädietechnik-Mechanikerin – Schwerpunkt Prothetik

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Orthopädietechnik-Mechaniker - Ausbildung - Beruf

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Das Handwerk | Mini-Doku | Frank Purk | Orthopädietechnik-Mechaniker

Orthopädietechnik-Mechaniker · Frank Purk

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Bis 2013 hieß der Beruf Orthopädiemechaniker/-in und Bandagist/-in. Häufig wird der Beruf als Orthopädietechniker/-in bezeichnet.
  • Erste einfache Prothesen gibt es schon seit dem 20. Jahrhundert vor Christus. Heute gibt es sogar Prothesen, die sich durch Gedanken steuern lassen.
  • In der Orthopädietechnik kommen hochwertigste Materialien zum Einsatz. Orthopädietechnik Stehl kooperiert beispielsweise mit Airbus, um aus Material vom Flugzeugbau ultra leichte Orthesen zu bauen. Echt abgehoben!
  • 2012 nahm erstmals ein Sportler mit zwei Beinprothesen an den olympischen Spielen teil.
  • Der dreimalige Paralympics-Sieger Markus Rehm ist gelernter Orthopädietechniker.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.