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Holzblasinstrumentenmacher/-in

Holzblasinstrumentenmacher/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe
Interessensbereiche
Holz, Musik
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Holzblasinstrumentenmacherin oder Holzblasinstrumentenmacher stellst du Blasinstrumente aus Holz und Metall her, bei denen die Töne mittels Luft- oder Rohrblatt im Mundstück erzeugt werden.
  • Planen: Nach Vorgaben deiner Kundinnen und Kunden und vorhandenen technischen Zeichnungen entwirfst und skizzierst du das zu bauende Instrument, wählst die Materialien aus und bereitest diese vor.
  • Herstellen: Klangkörper, Klappenmechanikteile, Ton- und Säulchenlöcher – durch Drechseln, Bohren und Stanzen stellst du alle Einzelteile für das spätere Instrument her, bearbeitest die Oberflächen und präparierst alles für die Montage.
  • Prüfen: Nachdem du alle Bauteile verbunden und das Instrument zusammengebaut hast, prüfst du die Funktionalität und Klangqualität, bevor du das Instrument den Musiker/-innen übergibst.
Deine Eigenschaften
  • Als Holzblasinstrumentenmacher/-in solltest du über handwerkliches Geschick verfügen und gerne feinmechanisch arbeiten. Ergänzend sind ein gutes Gehör und ein Sinn für Ästhetik gute Voraussetzungen für diesen Beruf.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Holzblasinstrumentenmacherin oder Holzblasintrumentenmacher bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufs sowie Kontrollieren und Bewerten des Arbeitsergebnisses, Qualitätssicherung.
  • Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen.
  • Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen.
  • Bestimmen und Zuordnen von Instrumenten.
  • Auswählen der Werk- und Hilfsstoffe und deren Lagerung.
  • Ausrichten und Spannen von Werkzeugen und Werkstücken.
  • Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Werkstoffen.
  • Warten und Pflegen von Betriebsmitteln.
  • Anfertigen von Klappenmechanikteilen.
  • Fügen.
  • Anfertigen und Zurichten von Kleinwerkzeugen.
  • Herstellen von Korpussen aus Holz oder Metall.
  • Behandeln von Oberflächen.
  • Bohren von Ton- und Säulchenlöchern.
  • Anbringen und Bearbeiten von Säulchen.
  • Zusammenbauen und Einpassen der Klappenmechanik.
  • Spielfertigmachen von Instrumenten.
  • Reparieren von Instrumenten.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Wenn du in Zukunft immer für den richtigen Ton sorgen möchtest, dann ist die Ausbildung als Holzblasinstrumentenmacherin oder Holzblasinstrumentenmacher ein guter Einstieg.
  • Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
  • Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Holzblasinstrumentenmacher-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.
  • Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.
  • Du siehst: Das Holzblasinstrumentenmacherhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Holzblasinstrumentenmacher/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Glas-, Papier-, Keramische und sonstige Gewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Holz und Musik. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Planen, Herstellen und Prüfen.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufs sowie Kontrollieren und, Prüfen Anreißen und Kennzeichnen, Lesen Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen und Bestimmen und Zuordnen von Instrumenten.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Wenn du in Zukunft immer für den richtigen, Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Meisterbrief und Leitungsverantwortung, Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierung und Du siehst.

Beruf im Video

Laura Claassen - unsere PLW-Botschafterin 2021

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Die Flöte zählt zu den ersten Instrumenten, die die Menschen erfunden und gespielt haben. Sie wurde ursprünglich aus Knochen oder Holz geschnitzt.
  • Zu Holzblasinstrumenten zählen auch Instrumente wie beispielsweise die Querflöte, die aus Metall gefertigt wird. Den Holzblasinstrumenten gemeinsam ist, dass sie mit dem Mund geblasen werden und eine schwingungsfähige Luftsäule im Instrument entsteht, deren Länge die Tonhöhe bestimmt.
  • Die Steinklarinette ist nicht etwa aus Stein gefertigt, sondern nach dem Erfinder Friedrich Stein benannt, der in den 30er Jahren ein neues Klappensystem entwickelt hat.
  • Die wohl ungewöhnlichste Klarinette der Welt hat ein australischer Künstler gebaut. Er bezauberte sein Publikum damit, dass er mit einem Saxophon-Mundstück, einem Trichter, einer Bohrmaschine und einer Karotte eine Karotten-Klarinette gebaut hat, die nicht nur zum Anbeißen ist, sondern auch gut klingt.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.