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Modist/-in

Modist/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe
Interessensbereiche
Design, Fashion/Beauty, Verkauf/Beratung
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Modistin oder Modist stellst du Hüte, Kappen und andere Kopfbedeckungen her und gestaltest sie mit dekorativen Elementen.
  • Entwerfen: Nach den Wünschen der Kundinnen und Kunden, Vorgaben oder eigenen Ideen entwirfst du eine Skizze, stellst Schablonen oder Schnittmuster her und wählst das passende Material aus – dabei berücksichtigst du aktuelle Trends und den modischen Stil deiner Kundschaft.
  • Herstellen: Mithilfe der Entwürfe oder einem vorgefertigten Rohling bringst du das Rohmaterial in die richtige Form durch Schneiden, Ziehen, Dämpfen und Trocknen.
  • Gestalten: Steht die Form geht es an die Feinheiten – mit Nadel und Faden oder Bändern, Blumen und anderen Accessoires gestaltest du deine Kreation zu einem Blickfang.
Deine Eigenschaften
  • Als Modistin oder Modist sollest du handwerklich begabt und kreativ sein. Außerdem solltest du gerne eigenständig arbeiten und dich mit deiner Kundschaft austauschen.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Modistin oder Modist bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen.
  • Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken.
  • Umgang mit Kunden.
  • Handhaben und Warten von Arbeitsgeräten, Werkzeugen und Maschinen.
  • Entwickeln und Gestalten von Modellentwürfen.
  • Herstellen von Filz- und Strohhüten.
  • Herstellen von Kopfbedeckungen aus anderen Materialien.
  • Ausgestalten von Kopfbedeckungen.
  • Herstellen von Unterformen.
  • Kopieren von Kopfbedeckungen.
  • Aufarbeiten und Ändern von Kopfbedeckungen.
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
  • Digitalisierte Arbeitswelt.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Mit der Ausbildung als Modistin oder Modist werden Menschen bei deinen Kreationen in Zukunft sagen können: Hut ab!
  • Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
  • Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen Fähigkeiten verbinden willst, kannst du als Gestalterin oder Gestalter im Handwerk besonders kreativ werden.
  • Wenn es für dich fachlich noch höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Modisten-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Außerdem kannst du mit dem Meisterbrief in der Tasche studieren – auch ohne Abitur.
  • Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen.
  • Du siehst: Das Modistenhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Modist/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Design, Fashion/Beauty und Verkauf/Beratung. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Entwerfen, Herstellen und Gestalten.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken, Umgang mit Kunden und Handhaben und Warten von Arbeitsgeräten Werkzeugen und Maschinen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen, Wenn es für dich fachlich noch höher hinaus, Betriebswirtschaftliche Weiterqualifizierung und Du siehst.

Beruf im Video

Das Handwerk | Mini-Doku | Laura Zieger | Modistin

Modistin · Laura Zieger

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Bis 2004 hieß der Beruf Hut- und Mützenmacher/-in. Bis heute ist Hutmacher/-in als Berufsbezeichnung geläufig.
  • Die berühmte Designerin Coco Chanel begann ihre Unternehmerkarriere zunächst mit einem Hutatelier in Paris.
  • Im Mittelalter waren Hüte fester Bestandteil der Kleiderordnung und signalisierten die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht.
  • Die teuersten Stroh-Hüte kommen aus Ecuador werden aus Palmblättern geflochten und kosten bis zu 30.000 Euro.
  • Wer etwas auf sich hält, trägt bei offiziellen Anlässen in England bis heute Hut. Queen Elisabeth II. besitzt rund 5000 Hüte für jede Gelegenheit.
  • Modist/-in gilt vielleicht als Nischenberuf, dass man ganz groß rauskommen kann belegt aber Christine Halbig aus München, die immer wieder für prominente Kund/-innen Hüte fertigt und selbst überrascht war, als sie eine ihrer Kreationen bei der royalen Hochzeit von Prinz Harry und Megan im Fernsehen entdeckte.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.