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Raumausstatter/-in

Raumausstatter/-in ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk mit einer Regeldauer von 3 Jahren im Bereich Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe.

Dauer: 3 Jahre· 1 Min. Lesezeit

Schnellübersicht

Gewerkegruppen
Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe
Interessensbereiche
Ausbau/Innenarchitektur, Design, Verkauf/Beratung
Dauer der Ausbildung
3 Jahre
Voraussetzung
Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Detaillierte Ausbildungsübersicht

Die wichtigsten Bereiche in einer schnellen, gut vergleichbaren Tabelle.

Deine Aufgaben
  • Als Raumausstatterin oder Raumausstatter gestaltest du Wohn- und Geschäftsräume vom Boden über Wände bis hin zu Dekorationselementen.
  • Beraten: Zweckmäßige Büroräume, die Eingangshalle eines Unternehmens oder das private Wohnzimmer – du berätst deine Kundinnen und Kunden bei ihren Einrichtungswünschen und informierst über Kosten und Umsetzbarkeit.
  • Gestalten: Mit Stilempfinden und handwerklichem Geschick wählst du das benötigte Material zur Gestaltung der Räumlichkeiten aus, besorgst es und setzt die besprochenen Ideen für Boden, Wände und Dekorationen um – von Tapete über Teppiche bis hin zu neuen Polsterbezügen.
Deine Eigenschaften
  • Als Raumausstatter/-in solltest du ein Gespür für Design und Stil mitbringen und kreativ sein. Außerdem solltest du freundlich sein und gerne mit Menschen zusammenarbeiten.
Deine Ausbildungsinhalte
  • Deine Ausbildung als Raumausstatterin oder Raumausstatter bereitet dich auf die Herausforderungen des späteren Berufslebens vor – und beinhaltet diese Themen.
  • Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken.
  • Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Arbeiten im Team.
  • Anfertigen und Anwenden von Arbeitsunterlagen, Durchführen von Messungen.
  • Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen.
  • Einsetzen und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen.
  • Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen.
  • Entwickeln und Gestalten von Raumsituationen.
  • Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen.
  • Be- und Verarbeiten von Profilen.
  • Behandeln von Oberflächen.
  • Gestalten und Verlegen von Bodenbelägen.
  • Instandsetzen von Polstermöbeln und Herstellen von Polstern.
  • Gestalten, Anfertigen und Montieren von Raumdekorationen.
  • Anfertigen und Montieren von Licht-, Sicht- und Sonnenschutz.
  • Gestalten, Bekleiden und Beschichten von Wand- und Deckenflächen.
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, Kundenservice.
  • Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht.
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Ablauf der Ausbildung
  • Ausbildungsbeginn: Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Besprich das individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb.
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.
  • Zwischenprüfung: Während der Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie gibt dir eine Orientierung zu deinem Lernstand.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung findet eine Gesellenprüfung statt.
Karriere und Perspektiven
  • Mit der Ausbildung als Raumausstatterin oder Raumausstatter schaffst du in Zukunft Räume mit Atmosphäre und Stil. Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten – und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren. Wenn du dein handwerkliches Können mit deinen kreativen Fähigkeiten verbinden willst, kannst du als Gestalterin oder Gestalter im Handwerk besonders kreativ werden. Mit der Qualifikation Gestaltungsberater/-in im Raumausstatterhandwerk kannst du Kund/-innen und der Umwelt etwas Gutes tun? Dann entscheide dich für eine Fortbildung zur/zum Gebäudeenergieberater/-in. Dann berätst du z. B. Hauseigentümer/-innen, wie sie ihre Gebäude am besten klimafreundlich umbauen lassen können. Als Restauratorin oder Restaurator im Raumausstatter-Handwerk (Master Professional für Restaurierung im Handwerk) setzt du deine geballte Fachkompetenz ein, um mit alten Handwerkstechniken Kulturgüter (z. B. historische Polstermöbel) zu restaurieren und für nachfolgende Generationen zu erhalten. Wenn du dich auf das Management konzentrieren willst, kannst du dich bis zum/zur Betriebswirt/-in nach der Handwerksordnung fortbilden und mit in die Unternehmensführung einsteigen. Du siehst: Das Raumausstatterhandwerk bietet interessante Möglichkeiten für deine berufliche Zukunft!

Berufsbild

Raumausstatter/-in ist ein praxisorientierter Ausbildungsberuf im Handwerk. Typische Gewerkegruppen sind Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe. Wichtige Interessensbereiche sind Ausbau/Innenarchitektur, Design und Verkauf/Beratung. Die Regeldauer liegt bei 3 Jahren. Die konkreten schulischen Voraussetzungen können je nach Betrieb variieren.

Aufgaben im Überblick

Typische Aufgaben liegen in den Bereichen Kernaufgaben des Berufs, Beraten und Gestalten.

Wichtige Eigenschaften

Für den Beruf hilfreich sind insbesondere Kernaufgaben des Berufs.

Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung arbeitest du unter anderem an Fachliche und betriebliche Grundlagen, Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken, Vorbereiten von Arbeitsabläufen Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Anfertigen und Anwenden von Arbeitsunterlagen Durchführen von Messungen und Vorbereiten Einrichten Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen.

Ablauf der Ausbildung

Der Ausbildungsverlauf umfasst typischerweise Ausbildungsbeginn, Dauer der Ausbildung, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Karriere und Perspektiven

Nach dem Abschluss eröffnen sich unter anderem Perspektiven in Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Beruf im Video

Ausbildung als Raumausstatter/-in

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Typische Voraussetzungen

Hauptschulabschluss (Berufsreife) oder Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder Abitur oder Fachabitur

Wissenswertes

  • Früher hieß der Beruf Polsterer/-in und Dekorateur/-in.
  • Schon in mittelalterlichen Burgen sorgten sogenannte Tapissiers für die Ausgestaltung der Räume mit Teppichen und dekorativen Stoffen.
  • Die Tapete stammt ursprünglich aus dem Orient.
  • In Kassel gibt es ein Tapetenmuseum mit einer Sammlung von etwa 23.000 Tapeten.

Redaktionell aufbereitet auf Basis öffentlicher Berufsinfos von handwerk.de.